The Summer of 2020 – Koenix, Saint City Orchestra, Meril

Die letzten paar Monate musste ich ohne meine heiss geliebten Live-Konzerte klarkommen. Seit Veranstaltungen, wenn auch im kleineren Rahmen, wieder stattfinden können, legen sich die Organisatoren tüchtig ins Zeug, um den Event- und Kulturbereich wieder in Gang zu bringen.


Am vergangenen Samstag öffnete nun auch endlich die von mir sehnsüchtig vermisste Konzertfabrik Z7 wieder ihre Tore. Anstatt Summer Nights nennen sie es nun dieses Jahr The Summer of 2020 und bringen, zu meiner grossen Freude, einige Schweizer Bands auf ihre Bühne.


Die Mittelalter-Folk Musik Band Meril eröffnete den freudig erwarteten Abend. Den Mittelalterflair, den die vier Musizierenden darboten, liess mich an all die abgesagten Mittelalterfeste denken, die dieses Jahr nicht stattfinden konnten und/oder können. Gleichzeitig genoss ich diese Stimmung jedoch wahnsinnig und schwelgte in guten Erinnerungen.


Luu (Dudelsack, Tin Whistle), Yann (Saiteninstrument), Fabian (Perkussion) und Evelyne (Gesang) verbindet die Leidenschaft für die mittelalterliche Musik. Mit treibenden Rhythmen gemischt mit Balladen erzählten sie Geschichten, die uns Sängerin Evelyne mit klarer, verständlicher Stimme vortrug. Für die vier Schweizer war es der erste Auftritt im 2020 und somit, neben der Ehre die Konzertreihe in der Konzertfabrik Z7 einzuläuten, eine grosse Freude für alle Anwesenden!


Nach dem eher ruhig gehaltenen Auftakt ging es weiter mit irischem Rock, vorgetragen von Saint City Orchestra. Das St.Galler Quintett besteht seit 2014 und bringt Dublin direkt in die nahegelegenen Konzerthallen. Die aufgestellte Stimmung der Band sprang schon sehr bald auf das Publikum über.


Ob Eigenkomposition oder Cover – die Songs, die die Band ablieferte, waren standfest und wurden von einem tanzenden Publikum begleitet. So entstand nach der Anweisung der Band ein (verhältnismässig zum Publikum) grosser Tanzkreis.


Headliner und demnach Abschluss des Abends machte schlussendlich Koenix. Inspiriert von Folkmusik und mittelalterlichen Melodien aus der Schweizer Heimat beglückten sie uns mit pulsierenden Rhythmen und peitschenden Sackpfeifen. Zudem präsentierten sie uns ihren neuen Schlagzeuger, Philipp E., der 2021 den Platz von Thomas (aktueller Drummer) einnehmen wird.


Nicht nur der Band und dem Publikum war anzusehen, wie sehr ihnen die Live Konzerte in der Konzertfabrik Z7 fehlte, auch die Mitarbeiter der Location waren trotz der strikten Vorgaben sichtlich erfreut über die Wiedereröffnung. Auch die nötigen Sicherheitsvorkehrungen, die die Konzerthalle traf, waren gut organisiert und umgesetzt. In meinen Augen also ein geglückter Wiedereinstieg und macht definitiv Lust auf mehr trotz dieser ungewöhnlichen Zeit.

  • Fotografin & Review: Tamara
  • Location: Konzertfabrik Z7