Nordlicht im Z7
Am 30.10.2019 fand Versengold mit ihrem neuen Album Nordlicht ihren Weg in die Konzertfabrik Z7. Unterstützt wurden sie von Mr. Irish Bastard.

Mr. Irish Bastard

Irish-Folk-Punk steht auf dem Programm, wenn Mr. Irish Bastard auf der Bühne steht. Zusammengesetzt wird die Band aus Mr. Irish Bastard, Boeuf Strongenuff, Ivo K‘Nivo, Gran E. Smith, Moe Leicester, Hatey Katey, B.B, Vi O‘Lency und Paddy Eyepole.

Die Stimmung war schnell da, als die Musiker auf der Bühne das Tanzbein schwangen, fröhlich lachten und sangen. Die Menge hatten sie schnell für sich gewinnen können. Spätestens, als sie I only like you when I’m drunk anstimmten und das Publikum eifrig beim Refrain mitsang, hatten sie alle. Und spätestens, als Mr. Irish Bastard das Publikum aufforderte Crowdsufer nach vorne zu bringen und der Security liebevoll um Hilfe gebeten wurde, waren alle glücklich.

Mit dem Zugabe Song I hope they sell beer in hell sorgte die Band für eine ausgezeichnete Atomsphäre und für einen gut gelaunten Start in den weiteren Konzertabend.

Versengold

Die Bremer Musiker machen Deutsch-Folk und dies mit sehr viel Leidenschaft. Malte Hoyer ist der Sänger der Band und wird von Daniel Gregory, Florian Janoske, Alexander Willms, Eike Otten und Sean Lang unterstützt.

Im Juni 2019 veröffentlichten sie ihr neustes und damit 9. Album Nordlicht. Zurzeit sind sie damit auf Tour und gaben uns auch an diesem Abend einige schöne Einblicke in ihr neues Baby.

Zu De rode Gerd erzählte uns Sänger Malte eine unfassbare Geschichte, wie es zu diesem Song kam. Von Büchern über Recherchearbeiten und fleissigem Engagement bis dieses Lied dann entstand, umfasste die Erzählung alles. Geendet hat er dann aber mit der richtigen Geschichte und der kurzen Zusammenfassung, dass sie den Song geschrieben habe, als sie eine De Rode Gerd Whiskey Falsche leerten, auf der die Geschichte aufgedruckt war.

Da sie am 04. April 2020 ein Konzert geben, bei dem sie vor allem Balladen spielen werden, wurde es uns gleich mit Hau mir kein Stein schmackhaft gemacht. Der Song entpuppte sich als Favorit des Publikums.

Dieser mittelalterliche Abend handelte von Mythen und von Sagen, aber auch aktuelle und reale Geschehnisse wurden thematisiert. Malte sprach die Weltsituation an, dass es jährlich viele Menschen gibt, die ihr Leben auf See lassen. Um diesen Menschen, die Tag für Tag um ihre Freiheit, Gesundheit und ein gutes Leben kämpfen, zu gedenken, wurde Meer aus Tränen gespielt.

Maltes Ansage mit Bier in der Hand und der Aufforderung ans Publikum ihr Getränk in die Höhe zu heben, wie man es so kennt, wenn Hoch die Krüge angestimmt wird, durfte natürlich auch nicht fehlen. Anschliessend gab es logischerweise noch den Song Thekenmädchen von ihrem neuen Album, bei dem die Menge lautstark mitsang und auf die Textpassage niemals, nie die Finger vorwurfsvoll hob.

Traditionell schloss Versengold mit einem humorvollen Abgesang das Konzert und verliess dann die Bühne.

Fazit

Der Abend hätte nicht besser sein können. Es entstanden viele schöne Momente mit tiefsinnigen Worten, fröhlichem Gelächter und anderen Besonderheit, die zu aufwändig zu erzählen wären. Die Menge hat geklatscht, gelacht und viel gesungen. Auch gesprungen und gejubelt wurde viel. So, wie es eben sein sollte an einem so schönen mittelalterlichen Abend.
  • Fotografin: Tamara
  • Review: Minimi
  • Location: Konzertfabrik Z7