Jahresrückblick 2020

29.12.2020 Tamara Tamara

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2020 - Ein Jahr, das vermutlich niemand so schnell vergessen wird. Ein Jahr, mit einem für mich brillanten Start und einer unerwarteten Wendung. Gestartet habe ich das Jahr mit Tamselbärchen in Wasen (Emmental) mit dem dort stattfindenden Ice Rock Festival. Das Festival trägt seinen Namen mit aller Ehre und so war ich über das wärmespendende Festivalzelt damals schon sehr erfreut. Die Stimmung war sagenhaft und das Publikum schien ein eingespieltes Team zu sein, das eine so herzerfüllende Atmosphäre ausstrahlte, dass ich mich direkt Aufgenommen fühlte. Auch als ich nach einem Konzerttag noch die Autoscheiben vom Eis befreien musste, war es mir die Mühe, die Kälte und lange Heimreise absolut wert! Als es dann im Januar und Februar in meiner geliebten Konzertfabrik Z7 mit einigen Powermetal-lastigen Akts weiterging, konnte ich mich persönlich absolut nicht beklagen. Am 14.Februar feierte ich dann bereits den ersten Geburtstag von Tamselbärchen, was für mich natürlich ein grandioses Gefühl war.

Dann kam leider die bittere Wendung. Durch den weltweiten Anfang der Covid-19 Pandemie mussten die ersten Konzerte verschoben oder abgesagt werden. Der Lockdown in der Schweiz setzte ein und für drei Monaten bliebt es ruhig. An Veranstaltungen war nicht mehr zu denken, Welttourneen wurden abgesagt, Landesgrenzen geschlossen. Ein Szenario, das mir persönlich bis zum jetzigen Zeitpunkt sehr surreal vorkommt.

Ich lies mich natürlich nicht entmutigen und stellte mir ein Ziel für diesen Lockdown. Meine erste Intention war das Rebranding von Tamselbärchen. Etwas, das ich mir bereits seit einigen Monaten vorstellte, aber durch Zeitmangel nie dazu gekommen bin. Ich entwarf ein neues Logo, das meiner Vorstellungen entsprach und nun auch digital hervorragend eingesetzt werden kann. Dazu kam ein komplett neues Erscheinungsbild der Webseite.

Als klar war, dass der Corona-Lockdown noch etwas andauern wird, habe ich erstmals direkt Schweizer Bands angesprochen, sich bei mir zu melden, damit ich sie in der Tamselbärchen-Instagram-Story teilen konnte. Ich realisierte schnell, dass mein Aufruf auf gute Resonanz traf und so überlegte ich mir, wie ich das Thema vertiefen konnte. Dadurch entstand das nächste Projekt: Ein Schweizer Bands Lexicon. Alphabetisch sortiert sind nun seit Juni jegliche Schweizer Bands (aber auch Songwriter und Soloprojekte) auf Tamselbärchen zu finden. Die Steckbriefe geben Auskunft über den Bandnamen und deren Musikgenre. Zudem wird mit Hilfe eines Kurzbeschriebs die Band und ihre Besonderheiten dargestellt und zur Webseite und anderen Social Media Plattformen verlinkt. Meine Aktion bekam gutes Feedback und auch heute bekommen ich immer wieder neue Einträge von Bands in mein Lexikon.

Anfang Juni gab es dann den ersten Hoffnungsschimmer. Als am ersten Tag, an dem Konzerte wieder erlaubt waren, die Musigburg ein Konzertabend mit Fighter V und Bad Ass Romance ankündigte, liess ich es mir natürlich nicht nehmen mir dieses Spektakel entgehen zu lassen. Ein etwas befremdliches Gefühl war es dann aber doch wieder unter Menschen zu sein, wenn man drei Monate Home-Office hinter sich hatte. Nichtsdestotrotz hinterliess der Abend ein gutes Gefühl und ich merkte wieder einmal mehr, wie sehr mir das Konzert-Leben fehlte.

In diesem Jahr wagte ich mich zudem das erste Mal an ein paar CD-Reviews. Mein erstes “Opfer” war das neue Album “Circle of Reality” von Creeon. Ihre neue Scheibe verkörpert ihre eigene Definition von Alternative Metal und war für mein Metal-Herz ein guter Einstieg in diese Art und Weise des Schreibens.

Ende Juni bis Ende Juli stellte die Konzertfabrik Z7 dann zu meiner Freude ein alternatives Programm auf die Beine. The Summer of 2020 tauften sie ihr Projekt, das jeden Samstag einen Konzertabend mit Schweizer Akts lieferte. Für mich und meine Schweizer Bands Lexikon natürlich ein gefundenes Fressen und so ging ich mit grosser Begeisterung an die Sache. Nur eine begrenzte Anzahl Besucher durften in den Metal-Tempel, leider, aber trotz allem meisterte die Z7 Crew diese Zeit wahnsinnig stark!

Dann wurden die Tore der Konzerthalle für den August wieder gesperrt und eine (eigentlich kurz geplante Pause) eingelegt. Mein letztes Konzerterlebnis im 2020 hatte ich dann noch im August am Hart am Wasser Open Air in Hofen (CH). Fünf Schweizer Bands standen in der Reiatbadi auf der Bühne. Es war warm, sonnig und neben der Festivalbühne konnte man sich im Schwimmbecken abkühlen. Ein grandioses Erlebnis und wärmstens zu empfehlen!

Leider mussten wir uns alle schweren Herzes dann auf die kalten Wintermonate wieder von Konzerten verabschieden, als die Covid-19 Zahlen wieder in die Höhe schossen. Kreativität und Eigeninitiativen war gefragt, Branchen kämpfen ums Überleben, Online wird ausgetauscht und zusammengehalten und Aktionen wie Night of Light haben ein Zeichen gesetzt. Ein für die Veranstaltungsbranche und alles, was damit zusammenhängt, enttäuschendes Kalenderjahr, das man wohl oder übel auch noch lange spüren wird. Ich schaue nach vorne und hoffe, dass wir bald wieder etwas mehr Normalität zurückbekommen werden und wir uns wieder an Konzerten treffen, umarmen, zusammen singen, tanzen und lachen können. Bis dahin: Bleibt gesund, fühlt euch gedrückt und danke, dass es euch gibt!

Eure Tamara von Tamselbärchen

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