Tausend Mann und ein Konzert

26.03.2019 Kulturfabrik Kofmehl Minimi Tamsel

Am 26.03.2019 spielten die Bands Heldmaschine und Oomph! in der Kulturfabrik Kofmehl in Solothurn. Neue Deutsche Härte war angesagt. Die beiden Bands stammen aus Deutschland und singen deutsche Lieder.

Heldmaschine

Die aus Koblenz stammende Band gibt es seit 2011. Aktuell umfasst sie fünf Mitglieder. Sänger René, Gitarrist Tobias und Schlagzeuger Dirk sind seit Beginn mit im Team. Bassist Marco unterstützt die Band seit 2013 und Gitarrist Eugen seit 2018. Sie sind im Genre Neue Deutsche Härte zu Hause und haben aktuell vier Alben veröffentlicht. „Himmelskörper“, das letzte veröffentlichte Album von ihnen, haben sie im 2016 in die Welt gesetzt.

Zu Beginn der Show betraten sie die Bühne mit unterschiedlichen Masken und Westen, die leuchteten. So spielten sie den ersten Song. Danach lüfteten sie die Masken und man konnte endlich die Gesichter der einzelnen Bandmitglieder erkennen. Sie erzählten uns, dass sie zum zweiten Mal in der Schweiz waren. Damals waren es mickrige 17 Leute, die das Konzert besuchten. (Ach, wie süss!)

"Der nächste Song heisst „Springt“und der Name ist Programm." - Mit diesen Worten kündete der Sänger Reneé den dritten Song an. Während dem Song „Weiter“ sich lies der Sänger von der Menge bis zum Bartresen tragen. Dort angekommen erhielt er ein Bier. Die Fans trugen ihn dann rückwärtslaufend wieder zur Bühne.

Nach dem Konzertabend hatten wir noch die Möglichkeit die Band kurz zu treffen und eine Autogrammkarte unterschreiben zu lassen. Diese fand nun einen liebevollen Platz in meinem Konzertalbum.

Oomph!

Seit 1989 existiert die Band Oomph!.Sie kommen aus Braunschweig. Sie waren klare Vorreiter des Genres Neue Deutsche Härte, wobei sie auch Teile von Crossover und Electronic Body Musik in ihre Stücke einfliessen lassen.

Aktuell besteht die Band aus drei Mitgliedern: Sänger und Schlagzeuger Dero, Gitarrist und Keyboarder Crap, Gitarrist und Sampling Flux.Während den Konzerten wird die Band von folgenden Musikern unterstützt: Hagen am Bass, Felix am Keyboard und Silvestri am Schlagzeug. Am 18. Januar 2019 veröffentlichten sie ihr neues Album „Ritual“ und sind derzeit mit diesem auf Tour.

Ihren Auftritt begannen sie mit dem Song „TRRR-FCKN-HTLR“. Als nächstes folgte mein Lieblingssong „Labyrinth“ . Dero sang und spielte teils gleichzeitig auf einem kompakten Schlagzeug am vorderen Bühnerand. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wenn man mühelos zwei Dinge kombinieren kann, mit denen ich alleine schon Mühe habe.

Als die Band nach dem Alter der Fans fragte und feststellten, dass im Publium ganz unterschiedliche Altersgruppen zu finden waren, machten sie erfreut die Aussage, dass sie als Band nun auch Generationen vereinen. Was für ein schöner Gedanke.

Als Dero das Publikum die Fans aufforderte die drei Worte“Nie wieder Krieg!“ zu brüllen, war mir schnell klar, welches Lied kommen musste. Das Publikum reagierte sichtlich erfreut und brüllte die drei Worte lautstark zurück. Die Band begann, das von mir erwartete Lied „Tausend Mann und ein Befehl“, zu spielen.

Wie der Sänger von Heldmaschine sprang auch Dero während der Show ins Publikum und wurde von der Menge gefangen und wieder zurück zur Bühne getragen. So bekamen wir auch hier die Chance dem Sänger etwas näher zu kommen.

„Ihr wisst, dass wir euch lieben. Seid ihr sicher, dass ihr das wisst? Dann müsst ihr jetzt ganz stark sein, denn dies ist kein Liebeslied.“ - Wie könnte es anders sein, denn die Band sang nach dieser Ansage den Song „Kein Liebeslied“. Keyboarder Felix unterstütze Dero während des Refrains.

Zum Schluss wollte die Band noch einmal unsere „Pommes Gabeln“ alias Metalhand sehen und beendete ihre Show mit dem Song „Als wärs das letzte Mal“.

Fazit

So ging ein toller Abend zu Ende mit zwei starken Bands. Die Stimmung in der Konzerthalle war auf höchstem Niveau und alle sangen und tanzten mit ihren Idolen mit. Mitsingen war angesagt und bei jedem Song auch Programm. Auch das Licht war fast perfekt, um im Fotograben Fotos zu machen . Wie so oft waren wir begeistert von der Organisation und der Umsetzung, die uns das Team der Kulturfabrik Kofmehl an diesem Abend wieder einmal geboten hat.