Hall of Z7

04.04.2019 Konzertfabrik Z7 Minimi Tamsel

Die Bands Dalriada, Heidevolk und Týr spielten am Sonntag dem 14.04.2019 in der Konzertfabrik Z7 in Pratteln. Der Abend bewegte sich im Genre Folk/Viking und Pagan Metal.

Dalriada

Dalrida ist eine aus Sopron (Ungarn) stammende Folk-Metal Band, die seit 1998 besteht. Zurzeit ist sie immer noch unter der ursprünglichen Besetzung unterwegs: Laura Binder an der Geige & Blockflöte sowie zuständig für den Gesang, Istvan Molnar am E-Bass, Matyas Nemeth-Szabo an der Gitarre, Adam Monostori am Schlagzeug und Barnabas Ungar am Keyboard. Im 2004 veröffentlichte die Band ihr erstes Album Fergeteg (Sturm). Seither erschienen rund neun Studioalben. Dalradia eröffnete den Konzertabend. Während ihrer Show waren die Musiker auf der Bühne ständig in Bewegung, da alles freudig zur Musik mittanzte. Kleine Ansprache mit Songankündigung liessen sie sich auch nicht nehmen. Beim letzten Song war ich dann erstaunt, als die Sängerin plötzlich anfing zu growlen (Definition: In einigen Genres des Metal bezeichnet das Growling im Gesang eine tiefe sowie aggressiv-helle, meist geschriene Vocals). Musikalisch gefiel mir dieser Einfluss echt gut und ich hätte gerne mehr davon gehört.

Heidevolk

Die Folk-/Pagan-Metal Band Heidevolk stammt aus den Niederlanden und besteht seit 2002. Zurzeit spielen sie in der folgenden Konstellation: Lars „Nachtbraecker“ Vogel und Jacco „Bühnebeest“ de Wijs als Sänger, Koen „Vuurdichter“ Romejin an der Gitarre, Joost „den Vellenknotscher“ Westdjik am Schlagzeug und Rowan „Roodbaert“ Middelwjik am E-Bass.

Mit ihren sechs Alben haben sie im Durchschnitt seit dem Jahr 2005 jedes dritte Jahr ein neues Album veröffentlicht. Das letzte Album hiess „Vuur Van Verzet“ und erschien im 2018.

Während der Show fragte uns Sänger Lars, ob wir mit ihnen singen oder schreien möchten. Kurz darauf schrien die Fans mit ihm zusammen. Was ich auch ganz schön fand, war, als Lars zu uns meinte, dass die Konzertfabrik Z7 sich für die Band immer wie ein Stück Heimat anfühlt.

Mein Lieblingslied „Vulgaris Magistralis“ spielten sie als zweitletzten Song und beendeten ihre Show dann mit dem Lied „Nehalennia“. Es war ein gelungener Auftritt und ich freue mich auf ein nächstes Mal.

Týr

Sänger Heri Joensen und seine Bandmitglieder Gunnar H. Thomsen (Bass, Gesang), Tadeuzs Rieckmann (Schlagzeug) und Attila Vörös (Gitarre) gehören zu der Band Týr. Die Band gibt es schon seit 1998 und macht Viking sowie Progressive Metal. Die aus Tórshavn (Hauptstadt von Färöer, Dänemark) stammende Band hat im 2019 ihr neustes Album veröffentlicht, mit welchem sie nun auch auf Tour sind.

Die Band kam auf die Bühne und spielte gleich mal vier Songs nacheinander. Bei der ersten Ansprache erwähnte Sänger Heri auch gleich ihr neustes Album „Hel“.

Während der Show gab es immer wieder kurze Solos des Schlagzeugers sowie auch des Bassisten und des Gitarristens. Das war zwischen den Songs eine schöne Abwechslung und man konnte sich auf die einzelnen Bandmitglieder konzentrieren.

Bei jeder Ansprache trank der Sänger einen Schluck und rufte davor immer „Skål“ (Prost), worauf das Publikum ihre Gläser hob und „Skål“ erwiderte. Heri fragte die Menge dann irgendwann auch nach dem deutschen Begriff, den er aber nur einmal wiederholte und schnell wieder ins dänische „Skål“ zurückgriff.

Bevor die Band die Zugabe spielte, lief Sänger Heri auf die Bühne und meinte „I forgot my Bottle of water“ und wollte gleich wieder von der Bühne gehen, als schon Gitarrist Attila auf der Bühne neben ihm stand. Mit dem Song „Hold the Heathen Hammer High“ beendete die dänische Band ihre Show.

Fazit

Es war für uns der vierte Konzertabend in Folge und dennoch waren wir noch voller Energie und freuten uns auf das Konzert. Wir kannten nur die Band Heidevolk, Týr und Dalriada waren uns beide noch unbekannt bis zu diesem Abend. Alle drei bescherten uns einen wohlwollenden Abend mit guter Musik und einem freudigen Publikum.